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Vertrauen...

Man kann doch Personen nur dann Freunde nennen, wenn gegenseitiges Vertrauen besteht oder? Wenn man sich nicht scheut mit dem Anderen zu reden. Wenn man keine Angst oder Scheu vor seiner Reaktion hat, weil man weiß, dass man das nicht haben muss… Jedenfalls ist Enttäuschung doch nichts, was man in einer Freundschaft braucht… Aber doch spürt man sie öfters… und das eigentlich doch nur, weil jemand dem Anderen kein Vertrauen zeigt… Einem „Freund“ etwas verheimlicht was oftmals nicht der Rede wert war. Aber genau dieses Verheimlichen verletzt…. wenn es denn dann rauskommt... Es verletzt den, dem es nicht wissend gemacht werden sollte… Nicht weil die Sache selbst so schrecklich wäre… sondern weil das Gefühl von Misstrauen übermannt. Das Gefühl nicht dazuzugehören, weil man vielleicht anders reagiert… weil man die Dinge anders sieht. Aber ist es nicht normal, dass Freunde verschieden sind? Ist es nicht normal, dass jeder eine andere Sicht der Dinge hat? Anders reagiert? Auf die gleichen Sachen…. gehört das nicht dazu? Ist es nicht ein Teil der Freundschaft nach jahrelangem „Vertrauen“ auch mal Dinge zu äußern, die einem vielleicht unangenehm sind? Oder die mal anders waren? Von denen der Andere vielleicht nichts hält? Und vor allem gehört es nicht dazu, diese Sachen andererseits ganz für sich zu behalten? Und wenn, dann nicht nur einen auszuschließen? Ist es einem bewusst, vorher wie nachher, was das für Folgen haben kann? Wie der Andere sich dann fühlt. Wie sehr man ihn verletzt? Und ist es dann falsch zu zu machen? Einfach Nichts mehr an sich ranlassen zu wollen? Aus Angst das passiert nicht das erste oder letzte Mal…

14.4.08 15:40
 


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mey / Website (14.4.08 17:36)
Oftmals haben Menschen Angst vor Enttäuschung. davor, dass vielleicht doch relativ banale Sachen auf andere Menschen vollkommen anders wirken. Denn jeder Mensch denkt anders und fasst Dinge verschieden auf, weil es einen anderen "Horizont" hat. Sein Leben hat ihn anders geprägt als den besten Freund, denn, wie du schon geschrieben hast, Menschen sind zum Glück verschieden und beste Freunde oftmals so verschieden, dass sie offensichtlich ganz und gar nicht zusammen zu passen scheinen. Aber genau das macht doch eine Freundschaft aus. Trotzdem ist diese Angst, die Menschen verständlicher Weise haben - denn sie wollen niemanden der ihnen wichtig ist enttäuschen, denn damit würden sie auch sich enttäuschen - sehr nachvollziehbar. Und zu 100%-igem Vertrauen gehört für mich schon sehr viel. Und alles muss man sich ja auch nicht erzählen. Es gibt einfach Sachen, die dürfen ruhig unausgesprochen bleiben, denn manches ist für einen selbst.
Aber der Grad zwischen schweigen und verheimlichen ist natürlich sehr klein und wird von jedem unterschiedlich beurteilt...
Das macht eine gute Freundschaft doch aus - dass man mit so etwas auskommt und verzeihen kann.
Liebe Grüße.
Mey

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